Bertram Kober
Fotografie

Was wir vielleicht im alltaeglichen Katastrophendschungel des Fernsehens nicht mehr wahrnehmen, gerinnt in Bertram Kobers Fotografien zu nachhaltig wirkenden Chiffren. Das Alpha und Omega des Seins erscheinen nicht mehr als Lauf der Dinge, sondern als in Kauf genommene Tat … Wenn man vom menschlichen Tun mit all seinen Folgen spricht, liegt die Wahrheit manchmal eben doch zwischen Gartenzwerg und Griff nach den Sternen. Diese Relativierung ist keine Zuruecknahme irgendeiner anderen Aussage, denn man weiß auch, dass die heitere Idylle truegerisch ist. Es gibt keinen Ort mehr, an dem man sich aus dem Geschehen der Welt herausnehmen kann.

Dr. Peter Guth
Auszug aus: Nutz-Last. Fotografien von Bertram Kober. In: Mitteilungen Gohliser Schloesschen. 2000. Seite 4

 

 

Sacri Monti
Fotografien von Bertram Kober

14.März - 24.Juni 2019

Eröffnung 13. März um 18oo Uhr
Begruessung Pfarrer Milkau
Einfuehrung
Dr. Kaschek
wiss. Mitarbeiter Kupferstichkabinett der Staatlichen Kunstsammlung Dresden

Kreuzkirche Dresden
An der Kreuzkirche 6
1067 Dreden

Die Ausstellung kann zu den Oeffnungszeiten der Kreuzkirche besichtigt werden.
Waehrend der Gottesdienste, Vespern, Konzerten und Andachten ist eine Besichtigung nicht moeglich.

Oeffnungszeiten bis Ostern:
Mo. 11oo - 17oo Uhr
Di. - Sa. 11oo - 15oo Uhr
So. 12oo - 16oo Uhr


Oeffnungszeiten ab Ostern:
Mo. 10oo - 17oo Uhr
Di. - Fr. 10oo - 18oo Uhr
Sa. 10oo - 15oo Uhr
So. 12oo - 18oo Uhr
Evangelisch-Lutherische Kreuzkirchgemeinde Dresden
An der Kreuzkirche 6
1067 Dresden
Pfarramt Tel.:
+49(0)351 43939 20
Turmkasse Tel.:
+49(0)351 43939 646
Evangelisch-Lutherische Kreuzkirchgemeinde Dresden
An der Kreuzkirche 6
1067 Dresden
Pfarramt Tel.: +49(0)351 43939 20
Turmkasse Tel.: +49(0)351 43939 646
www.kreuzkirche-dresden.de

Sacri Monti, heilige Berge, sind Kapellen und andere mit figuerlichen Darstellungen inszenierte Wallfahrtsorte im Norden Italiens. Neun von ihnen zaehlen seit 2003 zum UNESCO-Weltkulturerbe: Belmonte, Crea, Domodossola, Gehiffa, Oropa, Orta und Varello im Piermont sowie Ossucio und Varese in der Lombardei. Die Sacri Monti entstanden zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert, als traditionelle Pilderstaetten im Heiligen Land und Europa durch Kriege und materielle Hindernisse schwer erreichbar geworden waren. Die Darstellungen der Szenen aus dem Leben Christi und der Heiligen, die meist von unbekannten Kuenstlern geschaffen wurden, gaben den Glaeubigen die Moeglichkeit, zentrale Inhalte des Christentums auf anschauliche Weise nachzuvollziehen. Neue Pilgerorte entstanden. Die ueberaus eindrucksvoll gestalteten Figurengruppen sind hervorragende Zeugnisse des europaeischen Manierismus.
Bertram Kober zeigt in seinem Fotoessay Bilder des bisweilen absurd anmutenden Figurentheaters.Wie schon in anderen seiner fotokuenstlerischen Arbeiten blickt er auch hier mit Hintersinn auf die Welt, blosse Oberflaechen interessieren ihn nicht. Er zieht den Betrachter in das Spannungsfeld der Szenerien der heiligen Geschichten. Der Leipziger Fotograf eroeffnet mit neuen Blickwinkeln und Lichtstimmungen diese besonderen Zeugnisse einer vergangenen Epoche fuer die Gegenwart.

 

 

Sacro Monte di Varallo Nr. 20 (Ausschnitt)

 

 

Sacro Monte di Varallo Nr. 21 (Ausschnitt)
   

Eröffnung der Ausstellung
12. Oktober 2018
um 18.00 Uhr

"Goldbach
Rosia Montana"

Fotografien von Bertram Kober
13.10.– 1.11. 2018


Galerie Irrgang
Hieronymus und
Tobias Wachter

Friedrichstraße 232
10969 Berlin
Tel. +49 (0) 157 38 83 93 50
tobias.wachter@galerie-irrgang.de
www.galerie-irrgang.de

Öffnungszeiten
Dienstag – Freitag
11.00 – 18.00 Uhr
Samstag
14.00 – 18.00 Uhr
oder nach Vereinbarung

Rosia Montana, ist ein Bergbauort in Siebenbürgen im Nordwesten Rumäniens. Heute erscheint der Ort wie ein Dorf auf Abruf, also in einem Zustand des dazwischen seins. Die Vergangenheit, seit der Antike, war geprägt vom Goldbergbau. Nun scheinen die Vorräte für den konventionellen Abbau erschöpft. Kilometerlange Stollen erstrecken sich in den Bergen um das Talbecken. Als bekannt wurde, dass der staatliche Bergbaukonzern gemeinsam mit einem Kanadischen Partner nun doch wieder ein neues Abbauprojekt plant, regte sich Wiederstand. Ein ganzer Bergrücken direkt am Dorfrand gelegen, soll nun abgetragen und das vermahlene Gestein mit Cyanidlauge ausgewaschen werden. Im Nachbartal würde ein See aus Lauge entstehen. Wie das aussieht ist bereits im riesigen Kupfertagebau wenige Kilometer weiter zu betrachten. Nur ist dort der entstandene See nicht so giftig. Mich erinnert der heutige Zustand von Goldbach, das ist der deutsche Name von Rosia Montana, an ein Dorf südlich von Leipzig, meiner Heimatstadt. Im Jahre 1989 war das Dorf bereits zur Hälfte von seinen Bewohnern verlassen worden, weil es dem Braunkohletagebau weichen sollte. Die sogenannte Wende und der Untergang der DDR verhinderte nun die Fortführung des Braunkohleabbaus an diesem Ort. Das Dorf stand zur Hälfte leer. So prägen heute in Rosia Montana viele verlassene Häuser das Bild.

Bertram Kober, Goldbach, 80 x 150 cm, 2017,

Digitalprint kaschiert auf Alu, verglast gerahmt

 

     

Industriearchitektur
Ausstellung im
Saechsichsen Landtag

 

 

Industriearchitektur
Ausstellung im
Saechsichsen Landtag

 

 

Industriearchitektur
Ausstellung im
Saechsichsen Landtag

 

 

 

Buch:

 

Zu diesem Buch

 

 

 

Sachsens Industriearchitektur
Industrial Architecture in Saxony
Bertram Kober – Fotografien
Hrsg. von Katja Margarethe Mieth
für die Sächsische Landesstelle für
Museumswesen/Staatliche
Kunstsammlungen Dresden
184 Seiten, zahlr. farb. Abb., geb., Format:
24,5 x 29 cm, dt./engl., Preis: 24,95 €
erschienen im Verlag der Kunst Dresden

ISBN 978-3-86530-220-5

 

VISIBLE SOUND
Wenn aus Klängen Bilder werden

Ausstellung bis Juli 2019

Kunstkraftwerk Leipzig GmbH
Saalfelder Straße 8b
04179 Leipzig

Öffnungszeiten:
10:00 – 18:00 Uhr Di. bis Fr.
10:00 – 18:00 Uhr Sa, So
und ALLE Feiertage
geschlossen:
Mo. (außer am Feiertage)
24. 25. & 31. Dezember

Die Ausstellung „VISIBLE SOUND“ bildet den Auftakt der ersten neuen Ausstellungsreihe. „VISIBLE SOUND“ widmet sich der Visualisierung von einzelnen Tönen bis hin zu komplexen Kompositionen und wagt zugleich das Experiment, auch interaktive künstlerische Ansätze zu präsentieren, die den Ausstellungsbesucher in die Lage versetzen, das zu hören was er sieht, und das zu sehen was er hört.

Gruppenausstellung - weitere Infos unter:
http://www.kunstkraftwerk-leipzig.com/de/art-design/visiblesound.html

Beitrag von Bertram Kober:

TRANSMISSION, 2012 – 2014
Leuchtkasten, ø 65 cm

Das Thema aus einer anderen Perspektive betrachtet eine weitere Position. Sie ist als Ergänzung zu verstehen. Es handelt sich hierbei um die Visualisierung der drahtlosen Kommunikation des Fotografen Bertram Kober, subsummiert unter dem Titel „Transmission“. Kober unternimmt etwas Unsichtbares zu fotografieren. Er spielt mit der Vorstellungskraft des Rezipienten. Er interessiert sich für das „Eigentliche (...) dazwischen“, das, da unsichtbar, mit Hilfe von Sendern und Empfängern visualisiert wird. Kober bereiste für sein Projekt weite Teile der Welt und lichtete hierbei auch Sende- und Empfangsanlagen in einer zuweilen ungewöhnlichen Umgebung ab, wie zum Beispiel in Jindrichuv in Böhmen oder aber auf Palm Islands in Dubai.

 

 

TRANSMISSION
Buch

Bertram Kober ist deutschlandweit mit seinen Fotoessays bekannt geworden, die politische und kulturelle Verhältnisse in poetische wie brisante Bilder fassen. Auf Reisen durch zwölf Länder fotografierte er Sende- und Empfangsanlagen mit skulpturaler Präsenz und absurder Konstellation: Die Landschaft kann unberührt daherkommen, der Trubel die Großstadt überblenden. Bertram Kober blickt dahinter. Er präsentiert die Andockstellen der medialen Übertragung schonungslos und verweist auf deren Allgegenwärtigkeit. Die Öffentlichkeit unserer Übermittlungen – und damit eines Teils unseres Selbst – liegt als unsichtbare wie reale und brisante Folie hinter den Bildern.

 

 

Text: Dieter Daniels
Gestaltung: Caroline Kober
ISBN 978-3-86678-938-8
ca. 24,5 x 29 cm  Hochformat
ca. 112 Seiten, 45 Abbildungen
Hardcover, gebunden
deutsch / englisch

 

        

 

 

 

Der Fotograf Bertram Kober im Portrait,
in "Artour Kulturmagazin" des MDR
vom 05.01.2012, 5:20Uhr.
Die Sendung finden Sie hier.